← Alle Geschichten

Wer überwacht denn noch die Ausgaben aus Studiengebühren?

Letzten Freitag hat das Prüfungsgremium der TU Dortmund getagt, welches die Verwendung der Studiengebühren zum Ziel hat. In der Sitzung wurden die Qualitätsberichte (quasi ein sehr detaillierter Rechenschaftsbericht) der Fachbereiche und der zentralen Mittel (Insgesamt 19 Mio. €) besprochen. Es waren 25 Berichte zwischen 20 und 130 Seiten.

Ich würde soweit gehen und sagen, dass dies das für Studierende wichtigste Gremium (zu Studiengebühren) an der Universität ist.

Auf der Sitzung habe ich 4 Seiten mit Kritik geäußert, die freudig entgegengenommen wurde. Es gab rege Diskussionen mit den Profs. und den wiss. Angestellten.

Warum erzähle ich das? Nun ja, die beiden Mit-AStA-Referenten waren an der Sitzung nicht anwesend. Und auch nicht der ehemalige AStA-Vorsitz und auch nicht das 5. und 6. Mitglied der Studierendenschaft. Ich saß dort also als einziger Student! In einem Gremium, in welchem die Studierenden absichtlich die Hälfte der Sitze erhalten haben, damit nichts gegen ihren Willen beschlossen werden kann! Im Gegensatz zu dem fehlenden Prof. hat sich auch niemand abgemeldet oder vorher Bescheid gesagt, dass er nicht könne. Der Termin wurde auf der vorherigen Sitzung beschlossen und es gab zwei Erinnerungsmails.

Ein wirkliches trauriges Bild der verfassten Studierendenschaft. Nun gut, wenigstens die Anwesenheitsliste bleibt der politischen Arbeit zu Studiengebühren treu und sucht nach Ausgaben, die nicht gerechtfertigt waren.

Davon gab es im Übrigen einige. Das fängt beim gemeinsamen Bowling Abend an und geht über Hafenrundfahrten, Verköstigungen zu Tischen und Stühlen über. Am Ende wird dann der generelle Verwaltungsaufwand davon bezahlt und es wird damit begründet, dass die Lehrenden dann mehr Zeit für Lehre haben... Ein falscher Ansatz, wie ich behaupte. Ähnlich falsch, wie Bücher zu verschenken...

Diese Anschuldigungen findet man so in so manchem Bericht, wobei die dafür Verantwortlichen noch nicht zur Sprache kamen, so dass eine falsche Interpretation bei Punkten nicht ganz ausgeschlossen ist. Auch werde ich keine weiteren Details zu diesen Punkten vor Veröffentlichung der Berichte ausgeben. Die Veröffentlichung ist im Übrigen ein weiterer Diskussionspunkt. Ich bin der Meinung, dass der gesamte Qualitätsbericht wenigstens in den Fachschaften veröffentlicht werden muss! Und nicht nur eine grobe Aufstellung im Internet. Denn anders würde man nicht an diese Punkte kommen, die ich gerade angesprochen habe.

Aus dem damaligen Austausch

Historische Kommentare

Martin

Dann vielen Dank, dass zumindest Du zu dem Termin erschienen bist. Ich bin auch dafür dass die ausführlichen Berichte veröffentlicht werden sollten. Allerdings warum nicht auch als Download? Schließlich geht dass doch jeden Studenten etwas an. Das "verheimlichen" macht doch einen etwas fragwürdigen Eindruck. Eigentlich sollte dazu ein Link direkt auf der Homepage der Universität sein.

Freanki

Hi,

nicht unabsichtlich habe ich oben geschrieben, dass die Qualitätsberichte _mindestens_ in den Fachschaften ausliegen sollen. Der Grund, warum es womöglich nicht so klug ist, die ausführlichen Berichte als Download anzubieten liegt darin, dass man zu manchen Ausgaben Hintergrundinformationen benötigt und das man als Prüfungsgremium mehr Informationen bekommt, wenn der Bericht später nicht online ist.
Dieses Thema wird aber ein Punkt beim nächsten Treffen des Prüfungsgremiums sein und ich bin mir selbst noch nicht sicher, welchen Standpunkt ich dann haben werde.
Erstmal müssen wir zusehen, dass die Qualitätsberichte überhaupt veröffentlicht werden! Die erste Runde war vollständig vertraulich und das war eine Frechheit!

Grüße, Frank

Festgehalten von Frank / freankiWeiter im Archiv ↗