Bildungsfahrt nach Berlin
Letzten Donnerstag sind Kathi und ich nach Berlin gefahren. Auf dem Programm standen der Bundestag, das Willy-Brandt Haus, das Rathaus Berlin Schöneberg und das Stasi-Gefängnis in Berlin Hohen-Schönhausen.
Der Bundestag hatte unseren Termin 2 Stunden vorverlegt, so dass der Bus Gas geben musste (Reduzierung der Pausen). Die Sicherheitskontrolle hielt sich im Rahmen und somit konnten wir direkt hoch und auf die Besucherplattform des Bundestages. Zufällig war gerade in der "aktuellen Stunde" das Thema Bildung, welches aufgrund der studentischen Proteste in ganz Deutschland auf die Agenda kam.
Danach wurde im Hotel "East Side Hotel" eingecheckt. Es befindet sich an der längsten Galerie der Welt. Dabei handelt es sich um Kunstwerke, aufgemalt auf die Berliner Mauer. Das Essen in der Spree Bar war ok... Ich stelle es mir aber im Sommer schön vor, wenn man an der Spree essen kann. Und schon nach der kurzen Zeit kann ich verstehen, warum die Immobilien in Berlin so beliebt sind, denn hier zu leben, stelle ich mir sehr schön vor.
Am nächsten Tag ging es zum Willy Brandt Haus. Nach einer Einführung über die Geschichte und Architektur des Hauses haben wir eine Zeitreise durch die Politik der SPD gemacht. Zum Schluss bekamen wir noch eine Biographie über Willy Brandt im Presseraum als Video präsentiert. Bekannte Politiker habe ich nicht gesehen...
Das Rathaus in Berlin Schöneberg hat einen interessanten historischen Hintergrund. Schöneberg war Ende des 19. Jahrhunderts kein Stadtteil von Berlin sondern eigenständig. Während der Industrialisierung ist die Einwohnerzahl soweit angestiegen, dass Schöneberg Stadtrecht zugesprochen bekam. Da man nicht bescheiden ist, wollte man direkt ein RIESIGES Rathaus bauen. Durch den Weltkrieg verzögerte sich die Fertigstellung. Und kurz vor der Eröffnung 1920 wurde Schöneberg dann als Stadtteil in Berlin eingegliedert und als Stadtteil benötigt man nun mal kein eigenes Rathaus =) Trotzdem hat es weiter Geschichte gemacht und steht vor allem für die Deutsch-Amerikanische Freundschaft. Nach dem 11. September 2001 kamen viele Berliner dorthin, um Blumen etc. als Zeichen des Mitgefühls zu hinterlegen. Die Pförtner wussten absolut nicht, warum das alle taten und schickten die Leute weg. Erst als die Bewohner ihnen dann mitgeteilt haben, dass sie mit dem Rathaus diese Freundschaft verbinden wurde die Sache
Am Samstag ging es dann in das Stasi-Gefängnis in Berlin Hohen-Schönhausen. Das Gebiet drumherum war auf einen Quadratkilometer Sperrgebiet und war auf keiner Landkarte in der DDR eingezeichnet. Die Methoden gingen von physischer hin zu psychischer Folter. Man sollte danach schließlich möglichst wenig Narben sehen... Schaut euch am besten meine Bildergalerie dazu an oder besucht die Gedenkstätte selbst, auch hier lohnt sich ein Besuch!
Bleibt nur zu sagen: Berlin, immer wieder!