Der goldene Hahn
"Kikiriki! Nehmt euch in Acht! Schläfer aus dem Traum erwacht!"
Mit diesen Worten schlägt der goldene Hahn (von Nikolai Rimski-Korsakow) immer Alarm, sobald das Zarenreich in Gefahr ist. Als Gegenleistung versprach der Zar dem Astronomen (manchmal auch Magier genannt) ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Als der Hahn dann zum ersten mal krähte, schickte der Zar seine beiden Söhne mitsamt der Armee gen Osten. Als der Hahn 9 Tage später das zweite mal krähte, rückte der Zar selbst aus. Als er am Schlachtfeld ankommt, sind seine Söhne schon tot, jeweils vom anderen Bruder getötet. Es stellt sich heraus, dass eine Königin aus dem Morgenland dafür verantwortlich ist, aber da sie so schön ist, ist's dem Zar egal und er will ihr sein Königreich schenken und tanzt im Tütü... Zuhause angekommen möchte der Astronom die Frau, worauf der Zar ihn umbringt. In dieser Kette von Ereignissen tötet dann der goldene Hahn den Zaren und die Geschichte Fabel ist zu Ende. Im Epilog sagt der Astronom noch, dass nur er und die Königin echt waren und man soll es nicht so ernst nehmen.
Beim Anfang vom ersten Teil sind uns die Augen zugefallen. Obs nun an der Luft lag oder am Stück, kann ich nicht genau sagen. Aber als dann der Hahn das erste mal krähte, wurde das ganze Sortiment an Weckern gezogen, welches das Theater aufzubieten hat! Zwei sehr grelle Spots gingen durchs Publikum, ca. 40 Menschen kamen in die Publikumseingänge des Theaters und liefen richtung Bühne, Stroboskope erhellten das Bühnenbild und der Pyrotechniker setzte einen Teil der Bühne in Brand! Wieder wach fand ich den ersten Akt gut :)
Nach der Pause kam dann aber die Königin und sang für meinen Geschmack zu viel und zu langweilig. Dafür war aber die musikalische Untermalung die gesamte Zeit über sehr schön anzuhören! Auch der unmittelbare Anfang war noch gut, da die Bühne sich zum Kampfplatz mit richtig viel Nebel verändert hatte. Nachdem Tütü-tanz bekam der Zar seinen Helm nicht aufgesetzt und flog dann mit Königin nach St. Petersburg zurück.
Der dritte Akt war wieder so gut wie der erste und nichts Besonderes passierte.
Insgesamt fand ich diese Oper schlechter als Cosi Fan Tutti, aber wesentlich besser als Einstein!
Aus dem damaligen Austausch
Historische Kommentare
Gestern waren Freanki und ich wieder in der Oper (und wieder waren die Karten gewonnen ). Diesmal mussten wir nicht wie aus dem Theater flüchten, nein, diesmal war es unterhaltsam. Mein absoluter Favorit ist immer noch "Così fan tutte", in dieses Stück w