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Tuesday, March 9. 2010Bundesrepublik schreitet nicht gegen LHC ein
Ich zitiere mal ein paar Stellen aus der Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes:
"Die Beschwerdeführerin befürchtet [...] eine Zerstörung der Erde durch die geplante Versuchsreihe." " Die Bundesrepublik Deutschland sei wegen ihrer Beteiligung an "CERN" von Verfassungs wegen verpflichtet, auf diese Organisation einzuwirken, um die bei der Versuchsreihe eingesetzte Energie auf ein unbedenkliches Maß zu beschränken. Dies gelte jedenfalls solange, wie die Warnung, die Erde könne zerstört werden, nicht empirisch widerlegt sei." ¹ "Ein schlüssiger Vortrag der Beschwerdeführerin, der von ihr befürchtete Schaden werde eintreten, fehlt. Für die Darlegung der Möglichkeit eines solchen Schadenseintritts genügt es insbesondere nicht, Warnungen auf ein generelles Misstrauen gegenüber physikalischen Gesetzen, also gegenüber theoretischen Aussagen der modernen Naturwissenschaft zu stützen. Praktisch vernünftige Zweifel setzen wenigstens die Auseinandersetzung mit Gegenbeispielen, also Widerlegungsversuchen der jeweiligen Aussagen voraus." "Die Größe eines vermeintlichen Schadens hier die Vernichtung der Erde erlaubt keinen Verzicht auf die Darlegung, dass ein wenigstens hypothetisch denkbarer Zusammenhang zwischen der Versuchsreihe und dem Schadensereignis besteht." Ich mag das Bundesverfassungsgericht edit: Den Blogeintrag musste ich nochmal komplett überarbeiten, nachdem ich über Sven auf die Idee kam, die Originalmeldung zu lesen und nicht nur die Weiterverarbeitung von heise.de die den Großteil der Komik ausläßt ¹: Empirisch widerlegt sei... Wie soll man bitte schön die Warnung empirisch widerlegen? Soll man sich langsam an die Energie ran tasten und wenn die Erde dabei nicht zerstört wird, wurde es empirisch widerlegt?!? Thursday, January 21. 2010Bolognatag an der Uni Dortmundv.l.n.r.: Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather Prorektor für Forschung Prof. Dr. Metin Tolan Prorektor für Studium Prof. Dr. Walter Grünzweig Der erste Vortrag von Benedikt hieß "Bologna und Akkreditierung" und erklärte die Grundlagen. Der Vortrag war gut strukturiert und ziemlich detailreich. Der zweite Vortrag "ESG und Qualitätssicherung" war für mich jedoch kaum aufzunehmen, da der Redner in nur einer einzigen Tonlage und viel zu vielen "äh" gesprochen hat. Danach kam das "Prunkstück" des Tages, die Diskussionsrunde mit dem Rektorat, Verwaltung, Studierendenvertretern und einem Mitglied des Akkreditierungsrates. ( Eine Akkreditierung an der Hochschule überprüft einen Studiengang auf bestimmte Ziele wie Studierbarkeit, Transparenz, Mobilität etc. Seit der Umstellung auf Ba/Ma müssen alle Studiengänge akkreditiert werden. ) Die Diskussion fing interessant aber ruhig an. Erst als der Herr aus dem Akkreditierungsrats die Probleme von der Akkreditierung zu den Hochschulen schob, meldete sich Prof. Tolan energisch zu Wort um zu erklären, dass die Richtlinien für die Hochschulen nicht genug Freiheiten gelassen haben und das die Personen, die die Akkreditierung an den Universitäten durchgeführt haben, die Verantwortung für die Probleme zu übernehmen haben. Prof. Marwedel, Sprecher der Senatskommission für Lehre und Studium, berichtete später, dass sich die Kommission schon Gedanken zu der Problematik gemacht hat. Ein Punkt war zum Beispiel die Summenregel, dass Bachelor und Masterstudium zusammen nicht mehr als 10 Semester dauern darf. Dies führt dazu, dass jemand, der einen 7 semestrigen Bachelor an einer Universität gemacht hat, keinen 4 semesterigen Master an einer anderen (oder der gleichen) Hochschule machen darf. Wenn nun jemand Physik an einer Hochschule studiert, die für den Bachelor 7 Semester und für den Master 3 Semester angeordnet hat, so darf die Person nicht nach Dortmund für den Master wechseln, da hier der Bachelor 6 Semester und der Master 4 Semester dauert. Gegen Ende wurden auch Fragen aus dem Publikum zugelassen, welche durchgehend vernünftig und konstruktiv waren. Im Gegensatz zur SVV, bei der einige "Fragen" mehr polemischen Angriffen gegen das Rektorat, die Hochschule, das Land, der BRD und den ganzen Rest glichen Aber mit 60 Leuten diskutiert es sich wohl auch leichter Thursday, January 7. 2010Physik der Teilchenbeschleuniger und SynchrotronstrahlungsquellenNachdem ich vorgestern meine Prüfung in Elektronik und Beschleunigerphysik erfolgreich abgelegt habe, sprach ich noch ein bisschen mit Professor Wille über sein Buch "Physik der Teilchenbeschleuniger und Synchrotronstrahlungsquellen. Eine Einführung". Das Buch ist Grundlage der Vorlesung und wird auch in Seminaren und Vorlesungen anderer Universitäten in Deutschland genutzt. Es ist gut geschrieben und es gibt leider kaum Alternativen auf diesem Niveau. Andere Bücher fangen direkt bei einem höheren Kenntnisstand an. Das Problem an dem Buch ist jedoch, dass es schon seit Jahren ausverkauft ist und auch keine weitere Ausgabe geplant ist, da dem Verlag eine Auflage von 1500 Büchern womöglich zu klein ist. Auf Amazon kann man das Buch gebraucht für 90€ kaufen und das bei einem Neupreis von 35 DM! Daraufhin verglich Prof. Wille dies mit dem Wert der Arbeit eines Künstlers, welcher zu Lebzeiten einen Hungerlohn bringt und nach dem Tod sprunghaft ansteigt. Da ich dieses Buch schon lange bei ebay für einen vernünftigen Preis gesucht hatte, habe ich mich sehr gefreut, als er in sein Regal griff, in dem zwei Ausgaben standen und mir eine davon geschenkt hat! Das tolle an genau DEM Buch ist, dass es ungelesen ist, aber durch die 14 Jahre Lagerzeit nicht mehr diesen schrecklichen Buchdruckgeruch hat! Sehr sehr super Monday, December 14. 2009Blindenleitsystem in Enschede - Nicht ganz ohne Risiko ;)Das Blindenleitsystem der Dortmunder Universtität hat ja noch ein paar Planungsmängel, wie ich letztens gezeigt habe. In Enschede wurde es zwar anscheinend ohne Lampen auf dem Weg geplant und gebaut, aber durch die immense Fahrradnutzung wird der Weg doch ein bisschen gefährlicher... Man achte auf die Fahrradlenker, die fast zur Hälfte auf die Blindenspur ragen... Auf der anderen Seite der Bahn war die Blindenspur komplett mit Fahrrädern zu geparkt... Und das bei knapp über 0 Grad im Dezember! Saturday, December 12. 2009Mensa endlich wieder ohne Werbung...Wednesday, November 25. 2009Bildungsstreik in Dortmund
Was für eine Woche... Und sie ist erst zur Hälfte rum! Der Montag fing um 7 Uhr mit Gassi gehen an, da wir mal wieder einen Hund bei uns hatten
Auf einer Vorbereitungssitzung habe ich darum gebeten, dass der Fahrer des LKWs auf der Demo doch bitte einmal bei mir klingeln lassen soll, wenn er beim AStA ankommt, damit ich aus der Vorlesung kommen kann, um zu helfen und danach zur Demo zu fahren. Daraufhin wurde ich von einem Mitorganisator verdutzt angeschaut. Nach 5 Sekunden meinte er, sowas wie: "Es ist Bildungsstreik. Und du gehst zur Vorlesung und hilfst nicht mit?" - Kein Kommentar... Abends habe ich dann einfach mal einen Transpi-Workshop geleitet. Zwar habe ich das erstes Transpi meines Lebens erst am nächsten Tag erstellt, aber das Einkaufen und Durchführen lief trotzdem unerwartet gut Am Dienstag ging es um 8:30 Uhr zur Vorlesung, welche sich Inhaltlich definitiv gelohnt hat Die Studis sind dann über den Hellweg und HBF zur Uni zurück gegangen und haben dort relativ spontan den Hörsaal in der EF-50 besetzt. Obwohl der Hörsaal 600 Sitzplätze hat, reichte diese Anzahl ein paar Stunden später nicht mehr, für die Menge an Studierenden, die dort waren! Nachdem ich bei der Besetzung kurz neugierig mit hineingegangen bin, bin ich auch schon direkt danach mit dem Dozenten wieder hinaus gegangen, der mir freundlich die Tür öffnete und meinte: "Ganz schön laut da drin" Im AStA stand bis um halb vier das Telefon nicht mehr still. Einige Zeitungen, Radiosender, sowie Fernsehsender haben angerufen und sich über die Situation informiert. Da habe ich dann auch gelernt, dass wenn man sagt, dass das Ganze vom AStA nicht geplant war, in der Presse später steht, dass der AStA das nicht unterstützt. In einer Zeitung stand direkt dahinter dann noch, dass der AStA aber seine Hilfe zugesagt hat. Das kommt der Sache zwar schon näher, ergibt aber wenig Sinn, mit dem vorhergesagten... Nun denn, ein bisschen Erfahrung mit der Presse kann im Leben auch nicht schaden! Abends hat sich der AStA noch zu einer Krisensitzung getroffen, da es schließlich nicht gerade gut aussieht, wenn der AStA sich gar nicht positionieren möchte. Auch wenn die Position danach für einige immer noch nicht so klar war, kann ich hier sagen, dass der AStA der Hörsaalbesetzung seine Hilfe anbietet und unterstützt, jedoch keine Organisationshilfe bereit stellen möchte. Die ist auch gar nicht von Nöten, da sich die Besatzer selbst sehr gut organisiert haben. Man möge nur mal in den AStA gehen und die Flaschen zählen Es gibt Arbeitskreise für so ziemlich alle. AK-Presse, AK-Küche und sicherlich noch einige politische. Als größte Errungenschaft der Besetzer muss man die PM und die Forderungen anführen, da ich wirklich Respekt davor habe, dass am Ende 200, wenn nicht gar 300 Studis diese im Konsens angenommen haben. Heute fand an der Uni dann die Studierendenvollversammlung statt, welche von Frau Gather besucht wurde. Zuerst gab es ein bisschen AStA-Bashing... Wo der AStA denn gewesen sei, als Studiengebühren eingeführt wurden... Nun ja, was soll man dazu sagen? (Fast) Niemand aus dem jetzigen AStA war in dem (sehr linken) AStA, unter welchem die Studiengebühren eingeführt wurden. Seitdem gab es interessanterweise auch keinen sehr linken AStA mehr *g* Die Diskussion mit unserer Rektorin verlief aus meiner Sicht ziemlich gut, weil nun die Studierenden hören konnten, dass das Rektorat einige Probleme genauso sieht und dabei auf der Seite der Studierenden steht. Nachher wurde an mich herangetragen, dass der AStA sich zu wenig selbst zu Wort gemeldet hätte. Ich selbst habe deshalb nicht Frau Gather viel fragen wollen, da ich in 5 Tagen ein Rektoratsgespräch haben werde und daher lieber die Studis zu Wort kommen lassen wollte. Die erste Hälfte der Woche passt wunderbar zur zweiten. Denn dort werde ich den Bundestag von innen sehen Wednesday, June 24. 2009Dortmunder Unicard"Die Unicard ist der neue Studierendenausweis". Jetzt muss man sich aber mal fragen, wo man sich damit als Studierender ausweisen kann. In Bus und Bahn geht es schonmal nicht. Da reicht im übrigen auch die Unicard nicht, sondern man muss sich vorher das NRW Ticket (demnächst womöglich in Din A4) ausdrucken und dies zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis vorweisen. Natürlich ist die Unicard kein amtlicher Lichtbildausweis... Aber zur Wahl an der Universität sollte es doch reichen, oder? Nein... Obwohl man alle relevanten Informationen über die Unicard erhält, die Erstellung vom ITMC sehr gewissenhaft durchgeführt wird und das darauf enthaltene Zertifikat eine studienrelevante Unterschrift unnötig macht (soll), kann man die Unicard zuhause lassen, da wieder nur ein amtlicher Lichtbildausweis zulässig ist. Aber die Domäne der Studierendenausweise, der vielerorts begrüßte und oft genutzte Studierendenrabatt sollte doch mit der Karte zu erhalten sein, oder? Auch hier gibt es Unmengen von Stellen alleine in Dortmund, welche den Ausweis nicht akzeptieren, da dort kein Ablaufdatum vermerkt ist. Im AStA melden sich fast täglich Studierende, die keine Ermäßigung erhalten haben. Was will man auch im Museum auch schon groß machen, wenn der Kassierer nein sagt? Vertreter des ITMC teilten mir mit, dass man Ihnen die Stelle, wo die Karte nicht angenommen wurde, mitteilen sollen. Sie rufen dann dort an und klären das Problem... Kein Kommentar... Architekturstudierende erhalten in Italien freien Eintritt in einige Kirchen etc., was mit der Unicard aber auch nicht möglich ist, alleine deshalb, weil keine Fakultät auf der Unicard verzeichnet ist. Fragt man bei den Verantwortlichen nach, so erhält man die Antwort, dass man doch auch eine Immatrikulationsbescheinigung ausdrucken und immer mittragen kann (Das gilt auch in Deutschland). Wo sei also das Problem? Ok, wir haben also momentan Unicard, Lichtbildausweis, NRW-Ticket und Immatrikulationsbescheinigung immer dabei. Und wer Bücher ausleihen möchte, sollte die Büchereikarte nicht vergessen, die ist soweit ich weiß, auch noch nicht integriert. Und dann noch die Kopierkarten. Plural deshalb, weil es ja momentan ein System für Physik und viele Fakultäten, sowie ein zweites für die Bibliothek gibt. Zwei Karten mehr, wenn man überall drucken und kopieren möchte. (Wer ins Ausland geht, benötigt weiterhin den internationalen Studierendenausweis für 12€.) Dabei sollte die Karte doch ursprünglich alle Funktionen in einer Karte bündeln. War das nicht das Hauptziel? Was bleibt denn überhaupt noch an Vorteilen übrig? Man bekommt mit der Unicard aktuell noch das Mensaessen zum Studipreis, aber ich hatte letztens eine Person mit einem Studierendenausweis ohne Ablaufdatum vor mir (keine Unicard), wo die Kassiererin diesen aus genau diesem Grund abgelehnt hat... Wer weiß also schon, wie lange wir diesen Vorteil noch haben Für die Zukunft geplant ist eine elektronische Geldbörse, die sichere Authentifizierung für Prüfungsanmeldungen etc. und die Nutzung als Bibliothekskarte. Ich kann absolut nicht verstehen, warum die Universität eine so unausgereifte Sache zur Pflicht für alle Studierenden machen möchte, nur um die Versendung der Briefe einzusparen (Kostenpunkt ca. 10.000 - 15.000€). "Die Unicard ist der neue Studierendenausweis" - Ich sage, niemand braucht die Unicard aktuell. Druckt euch die Immatrikulationsbescheinigung aus und zeigt sie einfach beim Mensaessen vor. Die benötigt ihr sowieso, wenn ihr mal ausgeht und die Chipkarte kann beim itmc bleiben, bis eine vernünftige Version rausgebracht wird. Sunday, June 21. 2009Bildungsstreik in DüsseldorfNach dem Aufwärmen ging es dann langsam los. Ihr könnt die meisten Transparente in meiner Galerie bewundern. Die Demo selbst war ziemlich unspektakulär. Ich selbst finde es immer interessant, was für Personen alles auf einer Demo mitlaufen. Allen voran die "Jesus Rettet!"-Frau Dazu kommt noch die Vermischung der Bestrebungen. So handelte es sich im Grunde um eine Demo für ein besseres Bildungssystem. Die Probleme in der Umstellung zum Bachelor/Master und der Protest gegen die aktuellen Studiengebühren waren die Hauptpunkte für mich. Ganz sicher jedoch nicht der Kapitalismus oder gar die Demokratie an sich. Beides Themen, welche auf der Demo von Transparenten aufgenommen wurden. Genauso sehe ich das ganze nicht als "Krieg", wie auf einem Banner bezeichnet: "Ihr habt uns den Krieg erklärt, glaubt ja nicht, dass sich keiner wehrt". Eine recht extreme Meinung, welche aus dem schwarzen Block zu kommen schien. Doch einige Sprüche fand ich auch sehr kreativ, so wie: "Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht zahlt bleibt dumm!". Aber seht selbst
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